1. Oktober 2021

University Innovation Challenge 2021: Rückblick

University Innovation Challenge 2021 prämierte herausragende Ideen von Hochschul-Gründern

Von der Universität ins Wirtschaftsleben

Agile Start-ups, die zukunftsweisende Innovationen und Ideen entwickeln, werden mehr und mehr zum Erfolgsfaktor unserer Volkswirtschaft. Die schnelle Umsetzung von Lösungen und Geschäftsideen sichert unsere Zukunftsfähigkeit. Das zeigte zum wiederholten Male die diesjährige University Innovation Challenge (UIC), in deren Rahmen das Handelsblatt gemeinsam mit der Goethe-Universität Frankfurt herausragende Lösungen auszeichnete, die in der universitären Forschung oder von einem Start-up mit universitärem Hintergrund entwickelt wurden. Aus 48 innovativen Start-ups in sechs Kategorien wählte die Jury zwölf Finalisten aus, die bei der Preisverleihung im Casino der Universität am 21. Oktober ihren Pitch noch einmal live vortrugen. Das Fachpublikum wählte dann die Gewinner. Mitglied der Jury in der Kategorie „Medical Technology“ war Dr. Thomas Steinmann, Head of Life Science der Unternehmensberatung PTA GmbH.

„Bei der diesjährigen UIC waren nahezu alle Ergebnisse sehr knapp, was für die Qualität der Finalisten spricht“, resümiert Dr. Thomas Steinmann den Verlauf der Preisverleihung auf dem Campus der Frankfurter Goethe-Universität. „Wir haben uns die Wahl der diesjährigen Gewinner nicht leicht gemacht.“ Als Mitglied der Jury in der Kategorie „Medical Technology“ kürte er die Sieger der Challenge 2021: HBOX Therapies, die eine Plattformtechnologie zur Einstellung des Sauerstoffgehalts im Blut für therapeutische Zwecke entwickeln, produzieren und vermarkten – auch hyperbare Oxygenierung von Blut genannt. Überzeugt hat die Jury das bahnbrechende Konzept, durch das Kohlenmonoxidvergiftungen ohne Einsatz einer Druckkammer mit einem mobilen Gerät erfolgreich behandelt, die Folgen von Herzinfarkten reduziert und Krebsbehandlungen unterstützt werden können. HBOX präsentierte damit eine Lösung, die das Potenzial hat, tausende Leben zu retten.

PTA bringt Expertise ein

Als Head of Life Science bei PTA ist Dr. Thomas Steinmann ein ausgewiesener Experte für Medizinprodukte und kennt den Markt und dessen Entwicklungen gut. Als Juror der UIC 2021 unterstützte Dr. Steinmann mit seinem Wissen und seiner Expertise die Stärkung der Start-up-Kultur in Deutschland. Die IT-Beratung mit Firmensitz in Mannheim ist überdies seit 20 Jahren im Bereich Medizinprodukte aktiv, ist ISO 13485 zertifiziert und unterstützt Kunden nicht nur bei der Entwicklung von Medizinprodukten, sondern begleitet diese auch in Sachen Prozessberatung, Softwareentwicklung und Qualitätssicherung. In mehr als 400 Schnittstellenprojekten haben die PTA-Berater bewiesen, dass sie ganz genau wissen, wie sie Medizingeräte in bestehende Healthcare-Ökosysteme integrieren und dabei die gesetzlichen Vorgaben bezüglich Software und Dokumentation einhalten.

UIC eröffnet fruchtbare Win-Win-Situation

„Wir kennen die Hürden, die bei der Zulassung eines Medizinproduktes überwunden werden müssen, gut und unterstützen unsere Kunden seit Jahren dabei, diese leichtfüßig zu überspringen. Und dies mit einer individuellen Beratung und tatkräftiger Unterstützung in genau dem notwendigen Maß, ohne übermäßige Komplexität aufzubauen“, erklärt der Fachmann für Life Science weiter. Mit der Partnerschaft bei der UIC wird die PTA Teil des UIC-Netzwerks. Dadurch eröffnen sich sowohl für Start-ups als auch für Unternehmen wie PTA großes Entwicklungspotenzial: Für die Start-ups, indem sie in Kooperation mit den Unternehmen einfacher den Markteintritt meistern und bewährte Vertriebsstrukturen vorfinden. Für die Unternehmen im Austausch mit den Hochschul-Gründern bei der Entwicklung neuer, zukunftsweisender Lösungen. Wettbewerbe wie die UIC stellen eine wertvolle Verbindung zwischen universitärem Forschungsumfeld und der Wirtschaft her, die Wissen in Themenfeldern bündelt, die in Zukunft – und schon heute – höchst relevant sein werden.

Bandbreite zukunftsweisender Ideen enorm

In Summe förderte die University Innovation Challenge ein sehr breites Anwendungsspektrum an Lösungen und Geschäftsideen zutage. Wenn es um Bereiche wie die Künstliche Intelligenz (KI), den Arbeitsplatz der Zukunft, Future Life Science, Medical Technology oder auch Future Engineering geht, fehlt es in Deutschland keinesfalls an Unternehmergeist und zukunftsträchtigen Ideen. Das zeigen beispielsweise eine KI-Anwendung zur Optimierung der Verteilung von Konsumgütern oder aus dem Bereich Future Engineering die Präsentation der schärfsten Klinge der Welt: Eine Methode, um den Ausschuss beim Schneiden von Chips von zehn Prozent auf nahezu null Prozent zu reduzieren. Beeindruckend war auch eine KI-Lösung, die den Einsatz, die Speicherung und Vermarktung von erneuerbaren Energien in Echtzeit optimieren soll oder der Versuch mittels Künstlicher Intelligenz die Wartung von Fahrzeugflotten ganz ohne zusätzliche Sensoren zu optimieren. Ein Ansatz, der für die Logistikbranche sehr interessant sein dürfte. „Die vielen Anwendungsbeispiele zeigten eindrucksvoll, dass die Universitäten ihren Elfenbeinturm längst verlassen haben und viele ihrer Studenten und Absolventen in Think Tanks und Inkubatoren moderne Lösungen entwickeln und konsequent in die Praxis überführen“, erklärt Dr. Thomas Steinmann abschließend.

Eine Übersicht der diesjährigen Gewinner der University Innovation Challenge finden Sie hier.

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