Kurzbeschreibung:

Für ein international agierendes Versandhandelsunternehmen wird die Einhaltung der im Bestellprozess an Kunden kommunizierten Lieferaussage optimiert. Dies wird für Lagerware erreicht durch die Einführung von prognostizierten Wareneingängen und die Umstellung der Bestandszuteilung auf das FiFo-Prinzip (First In First Out). Für Nichtlagerware wird ein Lieferantenlager eingerichtet, in dem Lieferantenbestände mitgeführt werden.

Ergänzung:

Im Rahmen der Agilen Software-Entwicklung (Scrum) erfolgt eine Feinanalyse auf Basis der angeforderten Fach-Funktionalitäten (Features). Über eine Ist-Analyse werden die Features in Pakete zerlegt, priorisiert und in Form von Storys an die Entwicklung gegeben. Anhand selbst definierter fachlicher Testfälle werden die in der Java-Applikation umgesetzten Funktionalitäten mit dem Entwickler abgenommen. Die Fachabteilungen werden unterstützt bei der Erstellung von Testfällen sowie der Durchführung und Analyse von Testfallergebnissen im Rahmen des fachlichen Verbundtests, verwaltet mit Mercury Quality Center. Die Dokumentation aller umgesetzten Funktionalitäten erfolgt in Form von Use-Case-Dokumenten und Schnittstellenbeschreibungen. Fachliche Abläufe werden mit Hilfe der BPMN (Business Process Model and Notation) in Agilian modelliert. Es müssen eine Reihe von Schnittstellen zwischen der Java-basierten Individualsoftware und dem Einkaufs-System abgestimmt und bereit gestellt werden.

Fachbeschreibung:

Die regelmäßig vom Einkauf prognostizierten Wareneingänge, bestehend aus Menge und Termin, werden an die Bestandsverwaltung übergeben und als Bestände im System geführt. Jeder Bestellposition wird ein solcher Termin zugeordnet. Er ist die Basis für die an den Kunden kommunizierte Lieferaussage im Fall von Nachlieferungen sowie für die Bestandszuteilung nach FIFO-Prinzip. Gewisse Artikel, z.B. Möbel oder Elektronik-Artikel, werden erst mit einer Endkunden-Bestellung beim Lieferanten angefordert. Manche dieser Nichtlagerware-Artikel hat der Lieferant direkt auf Lager, sodass die in der Standard-Lieferauskunft eingerechnete Fertigungszeit entfällt. Für diese Artikel meldet der Lieferant Bestände an das Handelsunternehmen, welches die Mengen als Lagerbestände im eigenen System mitführt und so als Basis für eine verlässlichere Lieferauskunft heranzieht. Somit wird die Artikel-abhängige Standardlieferauskunft für Nachlieferungen abgelöst, ebenso wie die Zuteilung von freien Lagerbeständen nach Prioritäten.