Wer sich ein wenig genauer mit unternehmenskritischen Infrastrukturen auseinandersetzt, stößt meist schnell auf Client-Server-Architekturen. Client-Server-Systeme stellen eine verlässliche Basis für die Ausführung verschiedener Geschäftsprozesse dar – und zwar weitestgehend unabhängig von der Branche, in der sich das betreffende Unternehmen bewegt.
Vor allem in den Bereichen der Energieversorgung, dem Handel, im Versicherungswesen, im Maschinenbau und in der Pharmaindustrie sind Client-Server-Anwendungen besonders weit verbreitet. Es wäre jedoch falsch, bei modernen Client-Server-Lösungen von statischen Konstrukten auszugehen. Denn: Auch diese Architekturen unterliegen einem kontinuierlichen Wandel. Die Aufgabe der Unternehmen, die sie einsetzen, ist es, die entsprechenden Anwendungen zu pflegen, weiterzuentwickeln und bei Bedarf zu modernisieren. Der Wunsch, gleichzeitig die Stabilität der Systeme zu halten und deren Verfügbarkeit zu gewährleisten, kann hier mitunter zu einer Herausforderung werden. Die gute Nachricht ist, dass es Möglichkeiten gibt, diese zu bewältigen.
Welche Herausforderungen sind mit Client-Server-Systemen verbunden?
Die Herausforderungen, die mit modernen Client-Server-Systemen verbunden sind, zeigen sich auf verschiedenen Ebenen. Vor allem ältere Systeme sind in der Regel mit einem gewissen Maß an Pflege verbunden. Wer sich frühzeitig hiermit auseinandersetzt, kann viele typische Risiken im laufenden Betrieb vermeiden.
Herausforderung Nr. 1: Komplexe Systemlandschaften
Ein typisches Client-Server-Netzwerk verändert sich im Laufe der Zeit. In vielen Fällen entwickeln sich kleine Systeme irgendwann zu komplexen Systemlandschaften. Hier treffen häufig unterschiedliche Komponenten rund um Benutzeroberflächen, Datenbanken und Background-Logiken aufeinander. Zudem sorgt der Umstand, dass viele Client-Server-Systeme über mehrere Jahre bestehen, dafür, dass innerhalb eines Systems oft verschiedene Technologien und Frameworks zum Einsatz kommen. Und genau diese Komplexität ist es, die am Ende die Wartung und die Weiterentwicklung erschweren kann. Unter anderem deswegen, weil eventuelle Abhängigkeiten zwischen verschiedenen Modulen dazu führen, dass Änderungen mitunter sehr aufwendig sind.
Herausforderung Nr. 2: Alte Programmiersprachen und klassische Datenbanksysteme
So sehr sich die Technologie rund um Client-Server-Anwendungen im Laufe der Zeit auch verändert hat: Die Systeme zeichnen sich im Allgemeinen durch eine überzeugende Langlebigkeit aus. Und genau diese sorgt dafür, dass viele Client-Server-Lösungen, die heute noch genutzt werden, nicht mehr den aktuellen Standards entsprechen.
So wird der Wartungsaufwand häufig schon deswegen erhöht, weil noch Programmiersprachen und Plattformen wie .NET oder C++ eingesetzt werden. Der Einsatz dieser „Klassiker“ muss keine Probleme verursachen, erfordert jedoch meist eine etwas umfassendere Pflege. Hinzu kommt, dass es zunehmend schwerer wird, Mitarbeiter zu finden, die über genau das Know-how verfügen, das es für ältere Client-Server-Systeme braucht. Hierbei handelt es sich um ein Risiko, das im Unternehmensalltag oft unterschätzt wird, aber gerade im Zusammenhang mit Anwendungen, die schon länger bestehen, definitiv präsent ist.
So lassen sich bestehende Client-Server-Anwendungen weiterentwickeln
Wer die Leistungsfähigkeit und den Betrieb von Client-Server-Anwendungen bestmöglich erhalten möchte, sollte den Stellenwert einer kontinuierlichen Pflege und Wartung auf keinen Fall vernachlässigen. Zu den nötigen Maßnahmen gehören unter anderem kleine Anpassungen, aber auch umfangreiche Weiterentwicklungen und Optimierungen. Hier kann es beispielsweise erforderlich werden…
- bestehende Funktionen zu erweitern
- Performance-Optimierungen vorzunehmen
- die Stabilität und Ausfallsicherheit zu erhöhen
- das System an neue fachliche und regulatorische Anforderungen anzupassen
Ziel sollte es immer sein, das jeweilige System auf der Grundlage einer strukturierten Wartung langfristig abzusichern.
Schritt für Schritt modernisieren: Worauf sollte man achten und wo werden moderne Client-Server in der Praxis eingesetzt?
Wer Client-Server-Anwendungen migrieren möchte, muss verschiedene Details in Bezug auf Planung und Umsetzung der entsprechenden Maßnahmen beachten. Besonders wichtig ist es, alle Daten sauber und vollständig zu übertragen, alle Funktionen beizubehalten und Ausfallzeiten zu reduzieren.
Viele Unternehmen setzen in diesem Zusammenhang auf eine Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der IT-Beratung.
In einer solchen Zusammenarbeit nimmt man sich zunächst Zeit, um die bestehenden Client-Server-Architekturen zu analysieren, um (basierend hierauf) geeignete Migrationsstrategien zu entwerfen. Auf diese Weise werden die betreffenden Systembestandteile der Reihe nach modernisiert und an die neuen Gegebenheiten angepasst. Die Einsatzbereiche der verschiedenen Lösungen sind breitgefächert. Besonders oft kommen die Systeme jedoch in der Lager- und Bestandsverwaltung zum Einsatz. Über individuelle Erweiterungen, zum Beispiel über Schnittstellen zu Lieferanten, ist es möglich, die Anwendungen immer wieder an neue Ansprüche anzupassen. Gleichzeitig gilt es, über regelmäßige Wartungen für eine dauerhaft zuverlässige Funktion zu sorgen.
Moderne Client-Server-Anwendungen: Das sind die Vorteile
Viele moderne Client-Server-Anwendungen setzen auf eine Kombination aus bewährten Architekturprinzipien und aktuellen Technologien. Gleichzeitig ermöglicht es die klare Trennung zwischen Client und Server, dass wahlweise einzelne Komponenten unabhängig voneinander weiterentwickelt werden können. Nutzer der modernen Anwendungen profitieren zudem unter anderem von…
- einer verlässlichen Stabilität (dank bereits erprobter Architekturen)
- der Möglichkeit, bestehende Strukturen auf Wunsch modernisieren und/oder erweitern zu können
- Daten an einer Stelle zu speichern und so einheitliche Informationen zu erhalten
- einer einfachen Wartung auf der Grundlage verschiedener Module
- einem sicheren Umfeld
- einer guten Skalierbarkeit, die es ermöglicht, immer wieder neu auf wachsende Anforderungen einzugehen und die nötigen Anpassungen vorzunehmen
Und genau diese Gründe dürften auch in Zukunft dafür sorgen, dass Client-Server-Architekturen weiterhin ein wichtiger Bestandteil moderner IT-Landschaften bleiben. Unternehmen, die in Bezug auf eine strukturierte Wartung, eine gezielte Weiterentwicklung und Modernisierungsmaßnahmen keine Kompromisse eingehen, schaffen die Basis dafür, dass ihre entsprechenden Anwendungen langfristig stabil, sicher und leistungsfähig bleiben.

